Der alte Markt Ebensfeld zwischen Bamberg und Staffelstein führt in seinem Wappen einen Sämann, der von Vögeln begleitet über die Felder geht.Das ist ein sinnfälliges Zeichen für die frühe Besiedlung und Erschließung der Landschaft am Obermain, einem Fluss, über dessen breiten Auen die Talhänge zu beiden Seiten gleichmäßig aufsteigen. Waldbedeckt, dazwischen die Rücken des Staffel- und des Ansberges, im Volksmund "Veitsberg" genannt, dem Wahrzeichen und dem Hausberg von Ebensfeld, bilden sie feste Landmarken. Die fruchtbaren Fluren um Ebensfeld im terrassenförmigen Vorland der Fränkischen Alb und auf dem Schwemmland des Mains sind reich an Bildstöcken, die an den Feldwegen stehen.

Dieses Gebiet gehört zum Kolonisationsland der Franken. Ihre Siedlungsbewegung ist im frühen Mittelalter mainaufwärts gedrungen, getragen von der beherrschenden Macht des fränkischen Königtums, als einer raumgreifenden, staatsbildenden Organisation, unterstützt vor allem vom Bistum Würzburg und vom Kloster Fulda.
Der alte bedeutungsvolle Verkehrsweg mainaufwärts nach Mitteldeutschland durchzieht noch heute Ebensfeld und macht die einst bäuerliche Gemeinde zu einem wirtschaftlichen und gewerblichen Mittelpunkt zwischen Bamberg und Staffelstein. Entlang der Hauptstraße stehen stattliche Häuser des 17. und 18. Jahrhunderts, manche mit handwerklichem Können stilvoll erneuert.
Markt Ebensfeld
Rinnigstraße 6
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